Die Wahrheit – the f…Truth

Die Wahrheit – the f… Truth!

 

In der Welt des Blues ist die Wahrheit – the f…Truth oft eine Mischung aus hartem Realismus und überlebensnotwendigen Mythen. Hinter den glänzenden Custom-Shop-Gitarren von heute steckt eine Geschichte, die von Armut, Rassismus und purer Notwendigkeit geprägt ist. Genauso verhält es sich mit so manchen Geschichten der Bluesman. Bestes Beispiel dafür ist Robert Johnson.

 

Die berühmte Geschichte von Robert Johnson an der Crossroads ist die ultimative Blues-Legende.

Der „Pakt“ war ein genialer Marketing-Schachzug oder eine Metapher für obsessives Üben. Zeitzeugen wie Son House erinnerten sich, dass Johnson anfangs ein miserabler Gitarrist war, der die Leute mit seinem „Lärm“ vertrieb. Er verschwand für zwei Jahre, übte nachts auf Friedhöfen und kehrte als Meister zurück. Nicht Legba und ein Vertrag mit Blut unterschrieben, nicht der Verkauf der Seele an denTeufel und auch nicht die Haints (Geister der Toten), machten Robert zum Bluesman, sondern schlichtweg viel üben. So entstand, gepaart mit der Mystik des Hoodoo eine Legende die bis heute Zuhörer und Musiker fasziniert.

Die Wahrheit –  the f…Truth

Sein Talent kam durch harte Arbeit, das Studium bei Mentoren wie Isaiah „Ike“ Zimmerman und extrem langen Finger, die Griffe ermöglichten, die andere nicht kopieren konnten

Die Wahrheit – the f… Truth dahinter ist:  Der Blues ist keine Musikrichtung, die man im Laden kauft. Er ist das ehrliche Produkt von Menschen, die nichts hatten außer ihrer Stimme und oft nur einer billigen Holzkiste mit Saiten, um ihre Realität erträglich zu machen. Harter Alltag, Hunger, Alkohol und viel üben schuf Legenden.

 

Vielleicht macht sich der Eine oder Andere der das liest seine eigenen Gedanken dazu. Mit ein wenig Verstand, könnte man, so wie auch ich, aus den Zeilen etwas für das eigene Leben ableiten.

Cheers vom Bogeyman